209. Portugal/Spanien - Familienurlaub / Dezember 2025 - Januar 2026

Wir hatten einen wunderschönen Familienurlaub über die Feiertage. Zwei Enkel sorgten dafür, dass an Langeweile nicht zu denken war.

In den vier gemeinsamen Wochen entstanden viele schöne Fotos - für das Familienalbum. Ihr werdet verstehen, dass wir die privaten Bilder nicht hier in den öffentlichen Blog stellen.

Dennoch bleiben genügend Fotos, um einen weiteren Bericht zu füllen.

Zuallererst musste unser Sol weihnachtlich geschmückt werden.

In Vila Real de Santo António stand die größte Weihnachtskrippe Portugals. Die ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

Auf der anderen Seite des Guadiana liegt Spanien, unser nächstes Ziel.

In der Nähe von Huelva begannen die Anwohner einer Straße, während der Corona-Pandemie ihre Häuser aufwändig weihnachtlich zu schmücken.

Das sprach sich herum und so wurde die Straße zu einem beliebten weihnachtlichen Ausflugsziel.

Am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages ging es zu wie auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt.

Höhepunkt am Abend war ein Umzug mit dem Grinch-Wagen.

Am nächsten Tag erzählte uns ein Anwohner, dass nicht alle Nachbarn begeistert von dem Rummel waren und so dieser erste Umzug auch nicht offiziell angemeldet war.

Die Polizei fuhr trotzdem vorne weg und alle hatten ihren Spaß.

So ein Umzugswagen muss Süßigkeiten werfen. Unsere Enkel sammelten eifrig und das war die Ausbeute des Abends: 222 „caramelos“.

Den großen Dolmen von Soto besichtigten wir alleine.

In Beas wartete schon die nächste Attraktion auf uns: ein „belén viviente“, eine Weihnachtskrippe, nicht mit Figuren, sondern mit Menschen, überwiegend den Kinder des Dorfes. Es sei die zweitgrößte in ganz Spanien.

Alles ist in einer Halle aufgebaut - zum Glück, denn wir besuchten sie an einem Regentag.

Jedes Jahr würde die Krippe neu gestaltet.

Die Kinder waren eifrig bei der Sache.

Sogar echte Esel, Schafe und Hühner waren dabei. Nur die Kamele waren nicht echt.

In Minas de Río Tinto fuhren wir mit der alten Eisenbahn durch die riesige Mine.

Der Río Tinto, der „dunkelrote Fluss“, wird seinem Namen gerecht.

Von Huelva aus startete Kolumbus seine Überfahrt nach Amerika. Die drei Schiffe seiner Expedition wurden in Originalgröße nachgebaut und können besichtigt werden.

Einen Dreikönigs-Umzug mussten wir natürlich auch mitmachen. Unsere Enkel konnten es kaum erwarten. Wir entschieden uns für Ayamonte.

Der Umzug war zwar nicht so groß wie die, die wir in den vergangenen zwei Jahren erlebten. Aber in Ayamonte konnten wir mit dem Zug mitgehen. Und so folgten wir dem Spektakel quer durch die Stadt.

Am Ende des Zuges wurde gleich sauber gemacht.

Das war die Beute des Umzuges. Süßigkeiten für ein ganzes Jahr. Hoffentlich freut sich nicht der Zahnarzt.

Nach Dreikönig ist Weihnachten vorbei. Wir fuhren etwas ins Landesinnere nach Mértola am Guadiana.

Dort stiegen wir durch die engen Gassen hinauf und eroberten die Burg.

Von den Zinnen der Burg blickten wir hinab auf die Kirche.

Im Inneren der Kirche ist offensichtlich, dass sie ursprünglich eine Moschee war.

In Pomarão konnten wir schön am Ufer des Guadiana stehen.

Draußen zogen zwei Graugänse vorbei.

Neben uns standen die Überreste der Landungsbrücke der Minenbahn von den Minen von São Domingo.

Am Morgen ging es nicht mehr beschaulich zu: Mehr als 500 Motorradfahrer versammelten sich vor unserem Sol.

Sie starteten gegen Mittag zu einer Ausfahrt. Sie nannten es „O Nosso Dakar“, „unsere Dakar“.

Es ging durch das Gelände, nicht auf Straßen, zwar ohne Zeitnahme, aber trotzdem schnell.

Gegen Mittag waren sie wieder weg.

Wir zogen weiter nach El Rocío, dem größten Wallfahrtsort Spaniens.

In El Rocío bestehen die Straßen aus Sand. Unter der Woche ist der Ort ausgestorben, aber am Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel.

Unsere Enkel freuten sich über die vielen Pferdekutschen und Reiter.

Im Inneren der großen Kirche thront die Jungfrau.

Fast jeder Ort im Westen Andalusiens hat eine Bruderschaft zu Ehren der Madonna von El Rocío. Einmal im Jahr, nach Pfingsten, pilgern alle gleichzeitig hierher. Dann sind 43.000 Menschen im Ort.

An den Wochenenden ab September pilgern die Bruderschaften nacheinander, einmal pro Jahr. Wir sahen die Bruderschaft aus Jerez de la Frontera.

In ihrem Bruderschaftshaus wurden am Vorabend schon die Blumenkörbe gestapelt.

Gegen Mittag wurden sie zusammen mit dem Banner in die Kirche getragen.

Da jeder eine Kerze anzünden will, gibt es hierzu ein eigenes Kerzenhaus mit Belüftung. So wird die Kirche nicht verrußt.

Südlich von El Rocío verbrachten wir einen schönen Nachmittag an einem menschenleeren großen Strand.

Bei Huelva endete früher die Eisenbahn von den Minen des Río Tinto. Der alte eiserne Landungssteg ist noch vorhanden.

Achtet einmal auf die Boote mit den vier Außenbordmotoren!

Es sind Polizeiboote. Die Narcos haben damit angefangen und konnten von der Polizei nicht mehr gestoppt werden.

Inzwischen hat die Polizei da wohl nachgerüstet.

Gut, dass wir im Sol einen richtigen Spaten dabei haben. Da kann die Burg ein bisschen größer ausfallen.

So, jetzt sind wir wieder zu zweit und gewöhnen uns so langsam an die Ruhe.

Erstaunlich, wie schnell vier Wochen vergehen können.

Wir setzen unsere Reise fort und werden wie gewohnt berichten.

Macht´s gut und ¡Hasta luego!