216. Spanien: Aragon / Februar - März 2026

An der archäologischen Fundstätte „La Cava de Garcinarro“ wurden in der Eisenzeit Gebäude aus dem Fels geschnitten.

Wir buchten eine Führung durch die römischen Minen des „Lapis specularis“.

Über zwei Jahrhunderte höhlten hier die Römer die Berge aus.

Lapis specularis ist eine Art von Gips. Seine Besonderheit ist, dass er durchsichtig ist wie Glas. Findet man große Blöcke, kann man sie gut in Scheiben schneiden. Reiche Römer konnten sich somit Fensterscheiben leisten. Nirgendwo im Römischen Reich gab es bessere Fundstellen und so brachten die Minen der Region Wohlstand. Dann entdeckte man, wie man aus Glas Scheiben herstellen konnte, was wesentlich einfacher und preisgünstiger war und die Minen wurden aufgegeben.

So werden die Minen heute nur noch von Fledermäusen und Touristen besucht.

Viele Felswände in der Region sind mit Höhlen durchsetzt, die früher als Wohnung, Lager oder Stall dienten.

Bei Noheda stehen die Überreste einer römischen Villa. Während von den Gebäuden nicht mehr viel erhalten ist, entdeckte man bei den Ausgrabungen eines der größten und am besten erhaltenen Mosaike aus der Römerzeit.

Heute ist das Mosaik in einer Halle geschützt und kann von einem Steg aus gut betrachtet werden.

Bei den Ruinen des Convento del Rosal fanden wir einen schönen Übernachtungsplatz.

Die „Sima de Alcorón“ ist eine 60 Meter tiefe Erdspalte, die durch eine Treppe für Touristen erschlossen ist. Wir stiegen hinab ins Dunkle.

Am Grund der Erdspalte schuf ein kleiner Wasserfall im Lauf der Zeit ein abstraktes Kunstwerk.

Die Laguna de Gallocanta gilt als Vogelparadies. 90 Prozent der Kraniche, die in Spanien oder Marokko überwintern, würden hier Station machen.

Wir waren leider etwas zu spät. Die Kraniche nutzten das schöne Wetter der vergangenen zwei Wochen und waren schon alle gen Norden gezogen.

Zum Trost posierte eine Grauammer (Emberiza calandra) vor der Kamera.

Ein paar Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus) stolzierten in der Lagune.

Um Sol herum flog eine Schar Bluthänflinge (Linaria cannabina).

Daroca hat eine gut erhaltene Altstadt.

Eine vier Kilometer lange Mauer arabischen Ursprungs umgibt den Ort.

Der große Brunnen hat 21 Auslässe.

Die Basilica Santa María de los Sagrados Corporales hatte sogar geöffnet.

Früher rauschte nach Starkregen der Bach durch die Hauptgasse von Daroca. Um das zu vermeiden, legte man im 17. Jahrhundert einen 600 m langen Tunnel an, der das Wasser umleitete.

In Morata de Jiloca steht eine Mudejar-Kirche. „Mudejar“ bezeichnet Araber, die nach der Reconquista in Spanien blieben. Sie waren gute Handwerker und gestalteten viele Kirchen in der Region. Leider war sie geschlossen.

Bei Morata gibt es einen schönen Wanderweg zu „Cárcavas“, Ersosionsformen, wie man sie häufig in Aragon findet.

In Catalayud besuchten wir die Kirche Colegiata de Santa María la Mayor.

Der Turm ist noch im Mudejar-Stil.

Ein großes Mural erinnert an die drei Religionen, die die Stadt prägten.

Wir entdeckten noch ein paar weitere Murales.

Der Wohnmobilplatz war eigentlich gesperrt. Es fand ein Mountainbikerennen statt und der Parkplatz war als Stellplatz für die Teilnehmer vorgesehen. Wir durften trotzdem stehen bleiben und waren so mitten im Geschehen.

Nahe bei Catalayud besichtigten wir die Überreste der römischen Stadt Bilbilis.

Ejea de los Caballeros besitzt zwei schöne romanische Kirchen, die wir uns in einer Führung ausführlich erklären ließen.

Besonders eindruckvoll waren die Portale.

In der Kirche Santa María waren noch alte Fresken erhalten.

Wolfgang gefiel die Darstellung des heiligen Kosmas, wie er als Heilkundiger die Urinschau vornimmt. Die Untersuchungsmethoden waren früher doch viel einfacher als heute…

Bei den Aguarales de Valpalmas wollten wir eigentlich ein paar ruhige Tage verbringen.

Sie liegen weit abseits und sind so schön fotogen.

Leider haben sie auch einen großen Nachteil: Wenn es geregnet hat, wird der Boden glatt wie Eis.

So passierte es dann: Ulrike rutschte aus und krachte mit dem rechten Oberarm an einen Pfosten. Das war zu viel für den Oberarmknochen und er zerbrach in mehrere Stücke.

Tja, dann ging es zurück nach Ejea ins Gesundheitszentrum, wo dieses Röntgenbild entstand und danach weiter nach Saragossa in die Uniklinik.

Dort wurde der Arm mit einem Gips versorgt und so stabilisiert, so dass wir nach Stuttgart zurückfahren konnten.

So endete unsere Reise etwas anders als geplant.

Den Sommer werden wir in Deutschland verbringen.

Unsere nächste Reise ist für den Herbst geplant, diesmal wieder ein bisschen weiter weg.

Lasst euch überraschen!

Bis dahin euch allen ein schönes Frühjahr und einen schönen Sommer!

Bleibt gesund!

¡Hasta luego!