
Das historische Dorf Castelo Mendo, unser 3. Dorf der Aldeias Históricas, wird nur von wenigen Touristen besucht.



Sortelha ist da schon beliebter und unser 4. „Historisches Örtchen“.

Hier konnten wir schön über die weitgehend erhaltene Stadtmauer klettern, ohne Geländer und auf dem Abstieg fehlte eine Stufe in der Treppe - der ideale Ort für alle, die schon als Kind gerne auf Mäuerchen gelaufen sind.

Belmonte lag als unser 5. Aldeia Historica auf dem Weg, hat uns aber nicht so begeistert.
Das Wetter war schön und so machten wir einen Abstecher auf den Torre in der Serra da Estrela, dem höchsten Berg Portugals.
Auf fast 2000 Metern war es allerdings lausig kalt und es pfiff ein eisiger Wind. So liefen wir nur dick eingepackt eine kurze Runde um den Gipfel, tranken im Sol gemütlich Kaffee und fuhren wieder ein Stück tiefer.

Monsanto ist ein beliebtes Ausflugsziel, für Spanier und Portugiesen. Wir besuchten es an einem Samstag, als sechstes der sehenswerten Dörfer.

Der Ort liegt auf einem solitären Granitberg. Oft wurden die Felsen in die Gebäude integriert.


Nicht weit von der spanischen Grenze entfernt liegt Penha Garcia. In einer steilen Schlucht konnten wir hier Fossilien entdecken.

Sehr beeindruckt haben uns die Spuren, die Trilobiten vor 500 Millionen Jahren hinterlassen hatten.

Das letzte der historischen Dörfer, das wir besuchten, war Idanha-a Velha.
(Wir haben also immerhin 7 der 12 gelobten Dörfer erkundet.)
Die Stadtmauer wurde schon von den Römern errichtet.

Den Turm erbauten die Tempelritter.

Im Ort konnten wir die alte Ölmühle besichtigen.

Bei Vila Velha de Ródão thront eine kleine Burg hoch über dem Fluss.

Unten im Tal sahen wir den Tejo („Tescho“ gesprochen) dahinfließen, den längsten Fluss der Iberischen Halbinsel. Auf der spanischen Seite heißt er Tajo (wie auf Deutsch „Tacho“).

Der Felsen unterhalb der Burg beherbergt die größte Kolonie an Gänsegeiern (Gyps fulvus) Portugals.



Wir fuhren weiter in Richtung Lissabon. Vor seiner Mündung in den Atlantik breitet sich der Tejo seeartig aus.
Hier liegt ein großes Reisanbaugebiet.
Im Inneren des Gebietes befindet sich ein großes Zentrum zur Beobachtung von Vögeln, so dass die Wege auch für die Öffentlichkeit nicht gesperrt sind.
Die Reisernte war in vollem Gange. Die Ernte lockte Scharen von Vögeln an. Unzählige Ibise (Plegadis falcinellus) versammelten sich hinter dem Mähdrescher zu einem Festschmaus.
In der Luft bildeten sie große schwarze Wolken.




Die Kuhreiher waren besonders mutig und ließen den Mähdrescher nahe an sich herankommen. Vor Fotoapparaten nahmen sie deutlich früher Reißaus.


Graureiher (Ardea cinerea) hingegen interessierten sich nicht für das Spektakel.

Stare (Sturnus vulgaris) flitzten in Schwärmen umher.

Viele kleine Vögel waren am Wegrand zu sehen.
Zistensänger (Cisticola juncidis)

Zahlreich waren die Zilpzalps (Phylloscopus collybita).

Die abgeernteten Felder wurden geflutet. Dies lockte eine große rosa Wolke an: Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus).

Die Tiere wollten offensichtlich ihre Ruhe haben und ließen sich in deutlicher Entfernung vom Ufer nieder.

Am Nachmittag zogen Schwärme von Löfflern (Platalea leucorodia) über uns hinweg.


Am Ufer erspähten wir einen Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatareola).

So viele Kiebitze (Vanellus vanellus) wie hier hatten wir noch nie gesehen.


Ein Kormoran startete neben dem Weg aus dem Wasser.


Im Vogelschutzgebiet Evoa bezahlten wir Eintritt und machten uns auf den Weg um die Lagunen.
Hier haben sie die Beobachtungsstände teils direkt am Wasser gebaut und nicht 50 Meter entfernt, so dass wir die Vögel auch nahe vor die Linse bekamen.
Stelzenläufer (Himantopus himantopus)


Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta)

Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)

In einer der Lagunen tummelten sich viele Krickenten (Anas crecca).


Bei den Salinas do Samouco übernachteten wir am Strand. Bei Ebbe kamen viele Muschelsammler ihrer Arbeit nach.

In den Becken der Salinas tummelten sich einige Vögel.
Stelzenläufer (Himantopus himantopus)

Ein Seidenreiher (Egretta garzetta) legte eine elegante Landung hin.


Am Ufer des Tejo suchten Sanderlinge (Caldris alba) emsig ihre Nahrung.


Sie wurden begleitet von Steinwälzern (Arenaria interpres).


Eine Bachstelze (Motacilla alba) schaute vorbei.

Auch hier gab es Gruppen von Löfflern (Platalea leucorodia).


Sogar ein Fischadler (Pandion haliaetus) zog über uns hinweg.

Ein paar junge Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus) ließen sich gerne fotografieren. Wie üblich, waren sie nicht so scheu wie die adulten Tiere.


Jenseits des Tejos sehen wir schon die Ausläufer von Lissabon, unserem nächsten Ziel.

Bis zum nächsten Mal!