Die Burg von Noudar an der Grenze zu Spanien liegt abseits jeglicher Siedlung und ist nur über eine Piste zu erreichen.

Der sehr freundliche und hilfsbereite Wächter erklärte uns im Detail die große Anlage.

Von oben blickten wir auf den Grenzfluss Ardila, der nach dem ausgiebigen Regen sehr viel Wasser führte.

Auf der Weiterfahrt sahen wir einige Kraniche (Grus grus) direkt neben der Straße.

Monsaraz ist ein besonders hübscher und herausgeputzter Ort, der heute vom Tourismus lebt. Im Januar und bei Regen und Nebel waren wir allerdings so ziemlich die einzigen Besucher.

An den Hauswänden zeigte eine Fotoausstellung, wie der Ort in den 1970er Jahren ausgesehen hatte.

1958 fand man in einem der Häuser bei Renovierungsarbeiten ein besonderes Fresco: Während im oberen Bereich das göttliche Gericht dargestellt ist, zeigt der untere zwei irdische Gerichte, links den guten Richter, der ehrlich Recht spricht und rechts den schlechten Richter mit zwei Gesichtern, der sich mit Geflügel und Geld bestechen lässt.

Der Burghof wurde zur Stierkampfarena umfunktioniert, als man die Burg nicht mehr zur Verteidigung benötigte.

In der Umgebung von Monsaraz gibt es viele Relikte aus der Steinzeit. Der Steinkreis von Xerez wurde in unserem Jahrtausend aus Menhiren zusammengesetzt, die sonst im großen Stausee des Guadiana versunken wären.

Einige der solitären Menhire in der Region haben eine beeindruckende Größe.

Auch zwei Dolmen konnten wir über schlammige Wege mit unserem Sol erreichen.

Der Rocha dos Namorados, der „Felsen der Verliebten“ ist eine natürliche Formation, wenn auch mit magischen Fähigkeiten:
Heiratswillige Frauen werfen einmal im Jahr zu Pfingsten bis maximal drei Steine mit der linken Hand nach hinten über die Schulter. Je nachdem, ob der erste, zweite oder dritte oben liegen bleibt, werden sie im selben, im nächsten oder im übernächsten Jahr heiraten. Bleibt keiner oben, können sie es im nächsten Jahr noch einmal versuchen.
Es sah so aus, als hätte es in dem Ort einige Hochzeiten gegeben.

In den Wiesen blühten die putzigen Krummstäbe (Arisarum simorrhinum).

Die Wallfahrtskirche von Terena sieht aus wie eine Burg. Das war sie auch. Sie ist eine der wenigen Wehrkirchen in Portugal.

Im Inneren überraschte sie mit ihrer üppigen Ausstattung.

Terena selbst hätte wie Monsaraz touristisches Potential, ist aber ganz und gar nicht für Besucher herausgeputzt.

Auch der nächste Ort auf unserer Route, Alandroal konnte mit einer Burg aufwarten.

Neben der Burg befindet sich ein Marmorbrunnen.

Bei Juronenha besichtigten wir die Festung am Guadiana, der hier die Grenze zu Spanien bildet. Wer gerne auf den Mauern von alten Burgen und Festungen herumklettert, dem können wir das spanisch-portugiesische Grenzgebiet empfehlen. Alle paar Kilometer gibt es Zeugnisse der nicht immer friedlichen Koexistenz beider Länder.

Die alten Befestigungen von Elvas sind noch gut erhalten.

Gegenüber der Stadt befindet sich ein großes Fort.

Auch die Altstadt von Elvas hat ihren Charme.

Der große Viadukt wird nachts fotogen angestrahlt.

Nur wenige Kilometer von Elvas entfernt liegt Badajoz, die Hauptstadt der spanischen Region Extremadura.

Wir unternahmen einen Bummel durch die Altstadt.
Die Virgen de la Soledad ist die Schutzpatronin von Badajoz.

In der Kathedrale konnten wir noch einen kurzen Blick erheischen, bevor das Licht ausgeschaltet wurde.

Die Mauer der großen arabischen Festung, des Alcazars, ist noch vollständig erhalten und für Besucher zugänglich.

Ohne große Highlights hat die Altstadt von Badajoz durchaus ihren Reiz.

Durch die Stadt fließt der Guadiana. Zu unserer Freude tummelten sich dort, ganz in der Nähe des Wohnmobilstellplatzes, viele Vögel.
An die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, hatten sie oft eine geringe Fluchtdistanz.
In einigen Bäumen saß eine Kolonie von Nachtreihern (Nycticorax nycticorax).

Graureiher (Ardea cinerea) lauerten auf Beute.

Kormorane tauchten emsig im Wasser und trockneten anschließend ihre Flügel.

Pupurhühner (Porphyro porphyro) versteckten sich gerne im Schilf.

Teichhuhn (Gallinula chloropus)

Auch die eleganten Seidenreiher (Egretta garzetta) durften nicht fehlen.

Wir wollen uns nun wieder auf den Weg nach Portugal machen. Die Wettervorhersage prophezeit Dauerregen.
Nun gut, mal sehen…

Bis zum nächsten Mal!

¡Hasta luego!